Verfahrensmechaniker/-in Kunststoff- und Kautschuktechnik

Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeiten in der kunststoff- und kautschukverarbeitenden und der chemischen Industrie. Als Kunststoff und Kautschuk Spezialisten sind sie aus der heutigen Welt nicht mehr weg zu denken.

 

Schau dich in deinem Zimmer um und stell dir vor alles aus diesen Stoffen ist nicht mehr da. Dein Handy wäre kein Handy mehr, der PC vor dem du sitzt würde nicht funktionieren und dein Bett wäre noch mit Stroh gefüllt. Wahrscheinlich nicht deine Vorstellung einer Welt. Verfahrensmechaniker beherrschen den Prozess der Vorbehandlung und des Mischens der Rohmaterialien genauso wie die Einrichtung der halb- oder vollautomatischen Verarbeitungsmaschinen.


Spritzgießen, Extrudieren, Schäumen, Blasformen, Gießen, Kalandrieren oder Pressen stellen für sie keine Fremdworte da. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst das Planen und Umsetzen von Herstellungsprozessen, das überwachen der Produktion, die Beseitigung von Störungen im Produktionsprozess und das Reparieren der Anlagen.
Qualitätsmanagementsysteme und Fragen des Umweltschutzes gehören ebenfalls in ihre Zuständigkeit. Aufgrund der Vielfältigkeit spezialisieren sich Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik im 3. Ausbildungsjahr.

Voraussetzungen:
Gute mathematische und chemische Kenntnisse
Sorgfältiges Arbeiten
Handwerkliches Geschick
Technisches Verständnis
Entscheidungsfreude

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Die duale Ausbildung findet in Schule und Betrieb statt. Im 1. Ausbildungsjahr besucht der/die Auszubildende an zwei Tagen in der Woche die Schule. Drei Tage werden die Auszubildenden im Betrieb ausgebildet. Im 2. und 3. Ausbildungsjahr reduziert sich die Ausbildung in der Berufsschule auf einen Tag in der Woche.


Im 2. Ausbildungsjahr findet die Abschlussprüfung Teil 1 statt. Diese wird zu 40% auf die am Ende der Ausbildung stattfindende Abschlussprüfung Teil 2 angerechnet. Abhängig vom Notendurchschnitt kann der Sekundarabschluss I oder der erweiterte Sekundarabschluss I erreicht werden.

Inhalte der Ausbildung

Unterrichtsinhalte (schulische Ausbildung),
Lernfelder


1. Ausbildungsjahr

  • Werkstoffe nach anwendungsbezogenen Kriterien aus
    wählen
  • Bauelemente aus berufsbezogenen Werkstoffen
    herstellen
  • Einfache Baugruppen herstellen
  • Anlagenbezogene Steuerungstechniken anwenden

In der Fachstufe I (2. Ausbildungsjahr)

  • Fertigungsvoraussetzungen für die
    Polymerverarbeitung schaffen
  • Werkzeuge, Maschinen und Zusatzgeräte
    instand halten
  • Eigenschaften von polymeren Werkstoffen
    prüfen und analysieren
  • Steuerungstechnische Systeme für die Be-
    und Verarbeitung von Polymeren anwenden
    und prüfen

In der Fachstufe II (3. Ausbildungsjahr):

 

Fachrichtung Formteile (FT)

  • Formteile durch Spritzgießen herstellen
  • Formteile durch Pressen herstellen
  • Formteile durch Blasformen herstellen
  • Formteile durch Schäumen herstellen
  • Formteile durch Thermoformen herstellen
  • Produkt- und Prozessqualität überwachen und optimieren

 

Fachrichtung Halbzeuge (HT)

  • Halbzeuge durch Extrudieren herstellen
  • Halbzeuge durch Kalandrieren herstellen
  • Halbzeuge durch Beschichten herstellen
  • Compounds und Masterbatches herstellen
  • Halbzeuge durch Schäumen herstellen, prüfen und modifizieren
  • Produkt- und Prozessqualität überwachen und optimieren

Weiterbildungsmöglichkeiten:

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Koordinator: Herr Thomas Neidert, Studiendirektor, Tel. 05551 91415-17
E-mail: thomas.neidert@bbs2-northeim.de